Chronik - Wie alles begann

1960 hat die Landeshauptstadt München ein Grundstück von 6,4 ha in Freimann - gehend von den Isarauen bis zur Freisinger Landstraße - als Kleingartendauer-Anlage ausgewiesen. Nach der Bereitstellung als Garten-Nutzfläche wurden 170 Parzellen mit einheitlichen Gartenlauben ausgestattet und am 5. Oktober 1960 feierlich die ersten Gärten an ihre Nutzer übergeben. Viele hatten jahrelang darauf gewartet, endlich ihre Beete bestellen zu dürfen. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. 

Zwei Jahre später, am 20 Juni 1962 der nächste Schritt. Es erfolgte nach Fertigstellung einer Satzung der Eintrag ins Vereinsregister. Aus dieser Zeit liegen auch noch einige Dokumente, wie Mitgliedskarte und die 1. Satzung des Vereins vor, die von Gartenfreund Daschner zur Verfügung gestellt wurden.

Nachdem die Garten-Vergabe in 3 Abschnitten erfolgte und deshalb eine Vorstandschaft nicht gewählt werden konnte, hat sich Gartenfreund August Ehrmannsreiter kurzerhand zum Vorstand ernannt, um einen Geschäftsablauf zu gewährleisten.

Erste Wahlen fanden dann 1961 statt. Gewählt wurde GF Franz Habereder. Unter seiner Leitung wurde aus einer Steinwüste und wohl ehemaliger Schafweide des „Gut Großlappen" ein Ort der Begegnung - Kleingärten dienen den Nutzern, ihrem geliebten Hobby, den Anbau von Gemüse, Blumen-Rabatten und Pflege ihrer Obstbäume nachzugehen.

Doch am Anfang stand harte Arbeit um dies zu bewerkstelligen und nebenbei war auch die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel kaum vorhanden.

Mit viel Ehrgeiz und enormen Pioniergeist ist eine Anlage geschaffen worden, die mit Stolz als vorbildlich herausgestellt werden kann.

Gemeinschaftssinn und Zusammenarbeit wurden hier gelebt und immer neues wurde geschaffen.

1973

So wurde 1973 ein Kiosk aus Holz gebaut. Die Gartenmitglieder werkelten jede freie Minute um diesen fertigzustellen. Und endlich war ein Pächter gefunden.

Doch es gab auch ein großes Problem, die Anlage wurde von einer Karnickel-Plage heimgesucht. Und wieder legten fleißige Gärtner Hand an. Kurzum wurde der Außenzaun verdichtet und das Problem war gelöst.

1985 legt die Stadt München ein wunderschönes Biotop an. Dieses nutzen die Gartler im Winter zum Eisstock-Schießen. Dieses Vergnügen war leider 1993 wieder vorbei. Es wurde ein Zaun zwischen Biotop und den Bienenstöcken errichtet.

1986 wurde an der Einfahrt von der Freisinger Landstraße zum Parkplatz eine Schranke errichtet um Fremdparkern den Zutritt zu verwehren.

1987 beschloss die Mitglieder-Versammlung den Neubau einer Gaststätte aus Stein. Doch der Bauantrag wurde abgelehnt.

1990 Die Stadt München erhöht die Gartenpacht und so gibt es neue Verträge, Bestimmungen und Gartenordnungen vom Kleingarten-Verband.

1992 Bauantrag für ein Toilettenhaus - Damen und Herrentoilette mit Waschgelegenheit, getrennt durch Ziegelmauer, wird eingerichtet und schon ein Jahr später genehmigt.

Der Anschluss ans Kanalnetz wurde 1993 gegraben und verlegt.

Das Toilettenhaus wurde dann 1994 feierlich eröffnet.

Der Holz-Kiosk ist mittlerweile in die Jahre gekommen und muss ersetzt werden. Löwenbräu stellt 3 Container von der ehemaligen Allianz - Baustelle kostenlos zur Verfügung.

Das Bau-Vorhaben beschränkt sich aber nicht auf das Vereinsheim, es muss auch ein frostsicherer Kanal gebaggert werden. 103 Mitglieder wurden zur Abstimmung aufgefordert. 60 waren dafür, 34 dagegen.

1999 Dann war es endlich so weit. Die Baugenehmigung ist eingetroffen. Fleißige Hände wurden gesucht und gefunden. Es fanden sich Maurer, Fliesenleger, Elektriker, Schreiner, Maler, Dachdecker usw. Alle opferten ihre Freizeit und sogar ihren Urlaub, um einen gemütlichen Platz für Zusammenkünfte zu schaffen.

2000 war dann alles fertig. Der Biergarten wurde bestuhlt und am 1. Oktober war „Eröffnung". Die Wirtsleute Gisela und Erich Huber konnten die Gartler der Anlage mit Bier und Speisen bewirten. Der 1. Vorstand Dieter Stoll sprach damals folgende Worte zu seiner Frau: Jetzt ist alles gemacht und in bester Ordnung. Doch jetzt gehen die Probleme erst los.

Welch weise Worte sind das gewesen, als hätte er es schon einmal erlebt. Alles schien in bester Ordnung. Aber einem war dies wohl ein Dorn im Auge und er schlug unerbitterlich zu „der Feuerteufel".

Am Abend des 24. Dezembers 2000 brannte das Vereinsheim bis auf die Grundmauern nieder. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, sowie der Freiwilligen Feuerwehr Freimann, konnten nichts mehr retten.

2002 Nachdem die Versicherung den Brandschaden beglichen hatte, konnte mit der Planung zum Wiederaufbau begonnen werden. Und weil man mittlerweile schon Erfahrung hatte, wurde das Vereinsheim um etliches schöner.

Schrifverkehr und Ordner würden immer mehr, also stellte der Vorstand im Frühjahr einen Bauantrag Büro am Vereinsplatz. Der Bauantrag war sehr schnell durch und so konnte der Verin bei der Handwerksmesse ein ausgestelles Holzhaus günstig erwerben, sogar beim Aufbau am Vereinsplatz hat uns ein Fachmann der Herstellerfima kostenlos geholfen. Wieder waren fleißige Mitglieder hilfreich dabei und wir konnten es noch im Dezember des gleichen Jahres beziehen.

2018 stand wieder Gemeinschafts-Arbeit im größeren Stil auf dem Plan. Der Parkplatz musste komplett renoviert werden. Dazu wurde schweres Gerät angemietet. Acht Gartenfreunde stürzten sich mit Elan an die Arbeit. Der Radlader wurde von Mitglied Löffler gesteuert, Gartenfreund Fuhrmann bediente die Tandemwalze. Und die anderen 8 werkelten mit Schaufel, Pickel und Heckenschere usw.

Aber auch am Vereinsplatz gab es noch einiges zu tun. Wieder baggerte Herr Löffler was das Zeug hielt. Herr Karl Albert setzte 2 Bewegungsmelder im Hof des Vereinsplatzes und 3 Bewegungsmelder außerhalb, am sogenannten „Rentnerweg" Somit ist auch bei Dunkelheit ein sicherer Heimweg gewährleistet.

Ein neues Jahrzehnt ist angebrochen. Auf dem Plan steht das 60-jährige Jubiläum.

Einiges ist vorbereitet, sodass die Ehrengäste, alle Gartenfreunde und sonstige Besucher ein schönes Fest genießen können.

Die Vorstandschaft bittet um Nachricht, wenn in der Chronik einige Lücken vorhanden sind. Sie basiert auf der Erinnerung eines Gründungsmitgliedes und von Mitgliedern, die schon länger Gartenpächter sind.